
Blühende Veilchen vermitteln wie fast keine andere Pflanze den Beginn des Frühlings. Duftend und bescheiden haben sie schon Dichter und Komponisten zum Schwärmen gebracht. Und ein kleiner, romantischer Veilchenstrauß öffnet jedes Herz.
Wenige allerdings wissen, dass man das liebreizende Veilchen auch essen kann und dass es einem dabei Gutes tut.
Wie viele unserer heimischen Frühlingskräuter nämlich wirkt auch das Veilchen blutreinigend, schleimlösend bei Husten oder Bronchitis und beruhigend bei Erregungszuständen.
Ein Tee aus den frischen Blüten ist ein wunderbares Mittel, um auch bei Kindern den Husten zu beruhigen. Aus selbst gepflückten Blütenblättchen trinken sie ihn sicher besonders gerne. Äußerlich können mit der frischen, zerquetschten Pflanze Breiumschläge bei unreiner Haut und Akne gemacht werden. Die Haut bekommt dadurch ein ebenmäßiges Aussehen und wird sanft, aber nachhaltig gereinigt.
Es gibt sogar Überlieferungen, dass der Breiumschlag sehr hilfreich bei geschwollenen Mandeln, Stirnhöhlenentzündungen und Kopfschmerzen sein soll, und die Empfehlung, Veilchentee-Umschläge bei Scharlach, Röteln und Masern aufzulegen.
So sollen die Pusteln schneller, mit wesentlich weniger Juckreiz und ohne Narbenbildung verheilen.
Angaben im Text zu Heilwirkungen von bestimmten Pflanzen wurden der entsprechenden Fachliteratur entnommen.
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