
Wir können das Mutterkraut auf Schuttplätzen, in Weinbergen oder einfach am Wegesrand finden. Mit Glück sogar im eigenen Garten. Das Mutterkraut liebt nährstoffreiche Lehmböden, ist mehrjährig und blüht im Juni, Juli manchmal noch im August. Die Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und sieht von der Ferne, der Kamille etwas ähnlich.
Schon vor über 200 Jahren wurde die Pflanze in England bei Kopfschmerzen und vor allem bei Migräne eingesetzt. Man könnte sie als das Aspirin des 19. Jahrhunderts bezeichnen.
Bei ersten Anzeichen eines Migräneanfalls sollte die Tinktur oder der frisch aufgebrühte Tee eingenommen werden. Wer das Mutterkraut im Garten hat, isst einfach ein paar frische Blätter. Die Wirkung soll hier auch vorbeugend gute Dienste leisten. Nach heutigen wissenschaftlichen Untersuchungen enthält die Pflanze tatsächlich Wirkstoffe, die bei entsprechenden Beschwerden eine deutliche Verbesserung bringen.
Allein der Name Mutterkraut zeigt die Anwendung in der Frauenheilkunde an. Seit der Antike wird die Pflanze zur Erleichterung bei der Geburt, bei Menstruationsbeschwerden und Gebärmutterleiden eingesetzt.
Nicht während der Schwangerschaft verwenden!!!
‚Kopfwehbrot’
Schon Hildegard von Bingen empfahl, Mutterkrautblätter auf ein frisches Brot zu legen. Am besten ein gutes Vollkornbrot mit Butter und Mutterkrautblättern.
Angaben im Text zu Heilwirkungen von bestimmten Pflanzen wurden der entsprechenden Fachliteratur entnommen.
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